Wissenschaftliche Veranstaltungen

SYMPOSION: „Ist das Transzendenz-Paradigma geeignet, außereuropäische philosophische und religiöse Literaturen zu interpretieren?“

foto symposium

Fr–So 03.–05.04.2020| EKŌ-Saal
<Beginn: Fr 03.04., 15 Uhr| Ende: So 05.04., gegen 12.30 Uhr >

Aufgrund der aktuellen Situatin (Corona) muss das Symposium leider verschoeben werden. Es ist nun unter Vorbehalt mit denselben Referenten für den 25.-27.09.2020 geplant. Wir werden Sie auf unserer Homepage über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten. Vielen Dank für Ihr Verständnis. 

Anfragen bei Dr. habil. Hermann-Josef Röllicke,
☎ 0211–577918-214| ✉ Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Symposion stellt die kritische Frage, ob „Transzendenz“ ein universaler Begriff menschlichen Denkens sei, der überall und zu allen Zeiten vorkommen könnte, oder nicht. Wir gehen von der geschichtlichen und philologischen Diagnose aus, dass er seine Wurzel im Werk Platons habe und in seinen vielfältigen Abwandlungen in der vorderorientalisch-abendländischen philosophischen und theologischen Überlieferung bis heute ein Merkmal der Wirksamkeit von deren Platonismus sei. Schon Aristoteles‘ Analogie-Lehre kann als ein Einspruch gegen das „Transzendenz“-Paradigma gelesen werden. Die Bibel kennt in ihrem Grundtext den „Transzendenz“-Gedanken nicht. Er ist aus einer epochalen Not der Deutung des „Seienden“ im 4. Jh. v. Chr. in Griechenland erwachsen. „Transzendent“ heißt ursprünglich dort das, was „über“ das Sein „hinaus“ liegt und deshalb auch auf die verschiedenen Grade des Seienden in dessen Seinsabfall seine Auswirkungen hat. Kann man angesichts dieser Lage als Übersetzer und Interpret z.B. buddhistischer Schriften den „Transzendenz“-Gedanken mit Recht auch dort am Werk sehen (man findet z.B. die prajñāpāramitā bisweilen als „transzendente Weisheit“ kolpor-tiert, ebenso andere zentrale buddhistische Ausdrücke wie lokōttara oder asaṃskṛta mit der Transzendenz in Verbindung gebracht)? Oder ist er so spezifisch und besonders, dass es sich verbietet, ihn asiatischen Literaturen zuzumuten?

 

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  • Kolloquium: Maßgebliche Texte buddhistischen Denken

    koll

    Di 14.01., 04.02., 03.03., 31.03., 05.05., 09.06.2020 Diese Veranstaltung muss leider ausfallen!
    Beginn 18.30 Uhr|Seminarraum
    Prof. Dr. Hisao Matsumaru, Marc Nottelmann–Feil M.A.

  • Vorlesungsreihe

    wiss vorlesungsreiheGrundlegende Einführung in den Buddhismus (NEU)

    Do 30.01., 20.02., 12.03., 02.04., 23.04., 14.05., 04.06., 25.06.2020 Diese Veranstaltung muss leider im Zeitraum vom Sa.14.03. bis Mo.25.06.2020 ausfallen!
    18.15–21 Uhr (mit halbstündiger Pause) |Kyōsei-Saal
    Dr. habil. Hermann-Josef Röllicke

    Teilnahme kostenlos. Schriftliche Anmelung beim Referenten erforderlich. Email: roellichke AT eko-haus.de

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