Kursprogramm

Koto-Musik 筝曲

kikuchi
[Frühlingskurs] jeweils Do 23.06.2022 (3 Sitzungen)
[Sommerkurs] jeweils Do 28.07., 25.08., 29.09.2022 (3 Sitzungen)
[Herbstkurs] Termine auf Anfrage

Einzelunterricht: 120,00 € | Gruppenunterricht: 75,00 € (pro Kurs)
Unterrichtszeit: 60 Min. (Erwachsene) bzw. 45 Min. (Schüler) nach Absprache im Zeitraum 10:00-19:00 Uhr

Dozent: KIKUCHI Naoko
Ort: EKO-Saal

Die Koto, eine Wölbbrettzither mit meist 13 über individuelle Stege geführten Saiten, ist während der Nara-Zeit (710-793) als Instrument der Hofmusik (gagaku) aus China nach Japan gelangt und hat besonders seit der Edo-Zeit (1603-1868) Einzug in bürgerliche Häuser gehalten. Unter den verschiedenen Schulen ist die von Yatsuhashi Kengyō (1614-1684) begründete Yatsuhashi-ryū eine der wichtigsten. Ihm wird u.a. die Komposition des klassischsten aller Koto-Stücke, des „Rokudan no Shirabe“, zugeschrieben. Bei den heute noch lehrenden Schulen gehören die Ikuta-ryū und die Yamada-ryū zu den bekanntesten, in denen die Koto oft mit anderen Instrumenten wie Shamisen und Shakuhachi im Zusammenspiel eingesetzt wird. Komponisten der Moderne und Gegenwart haben bewusst neue Musik gerade für die Koto geschaffen. – Der Kurs bietet Gelegenheit, die Koto als faszinierendes und vielfältiges Instrument in ihren unterschiedlichsten Klangfarben zu entdecken. Auch Anfänger sind herzlich willkommen.

Kikuchi Naoko begann bereits als Kind unter Anleitung ihrer Mutter und Großmutter mit dem Koto-Spiel; später wurde sie Schülerin der wegweisenden Koto-Meister Sawai Kazue und Tadao am „Sa-wai Koto Institute". Noch während ihres Studiums an der Sophia Universität, Tōkyō folgten internationale Tourneen und Auftritte als Mitglied des Sawai Kazue Koto Ensembles. Ein Stipendium des Amtes für Kulturelle Angelegenheiten (Bunkachō) 2007 ermöglichte ihr die Weiterbildung in zeitgenössischem Ensemblespiel an der IEMA (Internationale Ensemble Modern Akademie) in Frankfurt. Seitdem liegt ihr Lebensmittelpunkt in Deutschland, doch führen Konzerte und Festivalauftritte sie immer wieder ins Ausland. Sie war zudem Gast der Berliner Philharmoniker und wirkte an Uraufführungen von Auftragsarbeiten Adriana Hölszkys für das Ballett am Rhein mit, kooperiert vielfältig mit Veranstaltern, Komponisten und Künstlern, verfügt über ein umfangreiches Repertoire und ist auch in der Improvisation bewandert. Sie spielt in mehreren Ensembles, unter anderem im AsienArt Ensemble Berlin.

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