Kursprogramm

Kalligraphie-Kurs

kurs shodo s

Herbstkurs: Mi 02.09.-02.12.2020 (kein Unterricht am 14. und 21.10.)

15:00–16:30 Uhr
16:30–18:00 Uhr
18:00–19:30 Uhr

Bitte beachten Sie auch die Aktuellen Informationen zu Besichtigungsmöglichkeiten und Veranstaltungen.

Ort: Seminarräume
Gebühr: 180,00 € (12 Sitzungen), zzgl. Materialkosten nach Verbrauch

Leiterin: Rie WADA

Der Begriff der japanischen Kalligraphie bedeutet mehr als nur genaues, dekoratives Schönschreiben. Shodō, ,,Weg der Schrift", ist in Japan eine hochangesehene Kunstform. Dabei schult man zugleich seine Konzentrationsfähigkeit, bündelt die innewohnenden Kräfte und bringt sie nach entsprechender innerer Sammlung durch die Niederschrift der Zeichen sichtbar zum Ausdruck. Shodō erfolgt daher normalerweise in erholsamer, meditativer Stille, in der man sich ausschließlich der schöpferischen Gestaltung des jeweiligen Zeichens oder Schriftzuges widmet. Im Unterricht wird der Umgang mit Pinsel und Tusche mit original asiatischem Material gelehrt. Neben der Technik der kalligraphischen Kunst werden Aufbau und Bedeutung der unterschiedlichen Schriften (kanji, katakana, hiragana) und Schriftarten (kaisho, gyōsho, sōsho) vermittelt. Zum Unterricht gehört außerdem die Herstellung des persönlichen Siegels (individueller Stempel aus weichem Stein zum Signieren der eigenen Kalligraphie) sowie die Technik des ura-uchi 裏打ち (Aufleimen des dünnen, welligen Japanpapiers auf einen Untergrund), sodass jeder Kursteilnehmer seine Kalligraphie auch zu Hause aufhängen kann.

Rie WADA erhielt bereits im Alter von sechs Jahren Kalligraphieunterricht bei ihrem Großvater Meiho WADA, einem in Japan mehrfach preisgekrönten Kalligraphiemeister. Sie studierte Kunst, erlangte die Lehrbefähigung als Kalligraphie-Lehrerin und absolvierte ein weiteres Kunststudium in Deutschland. Neben ihrer Unterrichtstätigkeit und verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen als Künstlerin ist Rie WADA auch als Kalligraphieperformance-Künstlerin tätig. So hatte sie Auftritte auf der Ruhrtriennale 2011 und der Poetica 2018 mit der Schriftstellerin Yōko TAWADA sowie in verschiedenen Museen (z.B. Folkwang) und Messen (z.B. Autosalon Genf).

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