Kulturelle Veranstaltungen

Vorträge: „Yōkai, yūrei, Glücksgötter und mehr - Übernatürliche Kräfte in Japan"

2022 2 Vortrag rj Hyakki yako s

Di 25.10.2022 Präsenz im EKŌ-Saal (1. Präsenz-Vortrag bereits am 05.07.2022)
Di 12.07., 23.08., 27.09.2022 Online

jeweils 19:00 Uhr

Ruth JÄSCHKE M.A.

2 Präsenz-Vorträge + 3 Kurzvorträge Zoom Japan (online)
Anmeldung erforderlich an ✉ Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!

Bitte beachten Sie auch die Aktuellen Informationen zu Besichtigungsmöglichkeiten und Veranstaltungen.

Japanischen Volksglauben bevölkern viele übernatürliche Wesen. Manche ähneln Tieren, andere verbergen sich in Gegenständen, wieder andere erscheinen in Menschengestalt, treiben während ihres diesseitigen Lebens oder erst nach dem Tod ihr Unwesen. Als Geister von Verstorbenen gehören letztere zur Kategorie der Totenseelen (yūrei), während andere Gestalten mit unheimlichen Kräften und paranormale Phänomene den Dämonen, Fabel- und Spukwesen (yōkai) zuzurechnen sind. Nicht alle sind bösartig, manche sogar hilfsbereit, glückbringend oder beschützend. Anfangs vor allem mündlich tradiert, finden sie später ihren Niederschlag in Literatur, Theater und Kunst und erreichen ihren unterhaltsamen Höhepunkt in der Edo-Zeit (1603-1868). Sie begegnen uns noch heute in der Populärkultur und im japanischen Alltag, z.B. das im 19. Jahrhundert beschriebene Wasserwesen amabie, das seit 2020 als eine Art Gesundheits-Maskottchen gegen das Coronavirus neue Popularität erlangt.

Woher kommen diese übernatürlichen Gestalten, wie werden sie dargestellt, bzw. woran sind sie zu erkennen? Wie erklärt sich der große Anteil an weiblichen Wesen gerade bei yūrei? Was für eine Funktion übernehmen sie, welche Emotionen und Triebkräfte spielen eine Rolle? Was sagen sie über uns aus, welche Einblicke in die Gesellschaft bzw. welche kulturhistorischen Informationen, Lehren und Warnungen vermitteln sie? Wie unterscheiden sie sich in Ikonographie und Semantik von Übernatürlichem im westlichen Kulturkreis, und was haben sie gemeinsam? Diese und weitere Fragen streift die über einen Zeitraum von einem Jahr angelegte Reihe aus Präsenz-Vorträgen und dem ergänzenden 30-minütigen Online-Angebot Zoom Japan zu besonders prominenten Gestalten. Sie startet im Juli, denn gern erzählt man sich in Japan Gruselgeschichten im schwül-heißen Sommer: Nichts erfrischt besser als eine Gänsehaut.

Foto: KAWANABE Kyōsai: „Nächtliche Parade der 100 Dämonen" (Hyakki yakō)

Kulturelle Veranstaltungen/Ausstellungen/Konzerte/Filme

Weitere Veranstaltungen