Kulturelle Veranstaltungen

Ausstellung: Buddhistische Skulpturen aus Yamato

heijokyo daigokuden

Di 24.05. - Fr 17.06.2022|Foyer
Fotohrafien von OGAWA Kōzō

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Eine Auswahl von 13 meisterhaften Großaufnahmen des renommierten japanischen Fotografen Ogawa Kōzō (1928-2016), die sich im Besitz des EKŌ-Hauses befinden, zeigt in Einzelbeschreibungen buddhistische Skulpturen aus der früheren Provinz Yamato, dem heutigen Nara, aus der Zeit zwischen dem 7. und 13. Jahrhundert. Wichtige Schulen dieser frühen Phase des japanischen Buddhismus sind mit ihren kostbarsten Buddha- und Bodhisattva-Skulpturen vertreten, die zu den jeweils zentralen Tempeln gehören. Die Ausstellung ermöglicht somit nicht nur einen exemplarischen Gang durch die frühe Geschichte des Buddhismus in Japan, sondern auch durch die Epochenwandlungen seiner durch kontinentale Einflüsse geprägten Bildniskunst, die sich dem Besucher in Bild und Texttafeln erschließen. Alle Figuren sind regierungsamtlich entweder als „Nationalschatz“ oder als „Wichtiges Kulturgut“ eingestuft. Ein größerer Teil der Fotografien zeigt den Bodhisattva Kannon in seinen mannigfaltigen Gestalten, aber es erscheinen auch Darstellungen anderer Bodhisattva und Buddhas, so etwa des historischen Buddha Śakyamuni oder von Vertretern der Acht Schutzgottheiten (hachibushū) des Buddhismus, wie Sakara und Karura u.a.

Ogawa Kōzō gilt als Pionier der japanischen Tempelfotografie. Er zählt zu den weltweit wenigen Fotografen, denen Zugang zu den inneren Heiligtümern japanischer Tempel gewährt wurde. Bereits sein Vater Ogawa Seiyō war ein auf buddhistische Skulpturen spezialisierter Fotograf. Im Gegensatz zur Schwarz-Weiß-Fotografie zu Zeiten seines Vaters verfolgte Kōzō eine richtige Farbentwicklung und setzte auf eine effektvolle Beleuchtung, wofür er u.a. auch einen Spiegel einsetzte, um das natürliche Licht in der Halle zirkulieren zu lassen.

(Bildunterschrift: Abb.: Rekonstruktion der Audienzhalle (Daigokuden) des Palastkomplexes in der alten Hauptstadt Heijō-kyō des 8. Jhs. (heute Nara). Die in der Ausstellung gezeigten Skulpturen stammen zumeist aus dieser interessanten Epoche, in der starke kontinentale Einflüsse auf die japanische Kultur einwirkten. Die Statuen befinden sich alle in Tempelanlagen dieser geschichtsreichen Stadt.)

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