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Ausstellung: Neujahrsbrauchtum in Japan

Hagoita s

Di 02.02. – Fr 26.03.2021 Ausstellungsbeginn auf Februar verschoben|Foyer

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Neujahr (o-shōgatsu) zählt zu den wichtigsten Festen im zyklischen Jahresbrauchtum in Japan. Ursprünglich ein Fruchtbarkeitsfest zur Wintersonnenwende mit seinen religiösen Wurzeln im Shintō, wurde mit ihm die Jahresgottheit (toshi-gami), eine shintōistische Fruchtbarkeitsgottheit, festlich empfangen. Nach dem Mondkalender fiel das Neujahrsfest in die Zeit des Frühlingsanfangs zwischen 21. Januar und 20. Februar. Dem Gregorianischen Kalender folgend, wird es heute vom 1. bis 3. Januar feierlich begangen. Die mit dem Jahreswechsel verbundenen Bräuche zeigen sich sehr vielseitig. In der letzten Nacht des Vorjahres etwa besuchen viele Japaner einen Schrein oder einen Tempel. Weiterhin gibt es den Brauch des ersten Tempel- oder Schreinbesuchs im neuen Jahr. Man versendet Neujahrsgrüße, tauscht Geschenke aus und begleicht alte Schulden. Das Heim wird besonders gründlich gereinigt, der Hauseingang mit Arrangements aus Bambus und Kiefern dekoriert, die als Symbol für ein langes Leben und Standhaftigkeit stehen. Besondere Festspeisen werden aufgetischt, und man macht Besuche bei Freunden und Verwandten. Darauf freuen sich die Kinder ganz besonders, erwartet sie doch in der Regel ein kleines Geldgeschenk zu Neujahr (o-toshidama).

Fotografien, Texte, Gegenstände aus dem Besitz des EKŌ-Hauses und weitere Leihgaben des Japanischen Generalkonsulats Düsseldorf sowie von Ruth Jäschke, Michael Kuhl und Haruka Sasaki erlauben einen vielseitigen Einblick auf das in Japan typische Neujahrsbrauchtum, wie es sich bis in die Gegenwart darstellt.

Abb.: Hagoita. Ursprünglich Schläger (‚Federbrett‘) des japanischen Federballspiels zu Neujahr, der in kunstvoller Ausfertigung heute zur Neujahrsdekoration zählt.

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