Veranstaltungen & Kurse

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  • WORKSHOP: Sumi-e – Maltechniken des Tuschebildes

    WORKSHOP: Sumi-e – Maltechniken des Tuschebildes

    WORKSHOP: Sumi-e – Maltechniken des Tuschebildes

    Margot Olejniczak

    Sa 3.11.: 13–16.15 Uhr, So 4.11.: 10–16 Uhr
    Seminarraum
    Minimale Teilnehmerzahl: 7 P., max.: 12 P.
    Kursgebühr: € 125; zzgl. Materialkosten € 55
    Anmeldeschluss: 18.9.

    Sumi-e (Zeichnung mit schwarzer Tusche auf Papier) kommt ursprünglich aus China. Diese Malweise erfordert eine hochgradige Beherrschung des Materials: Jeder Pinselstrich ist unwiderruflich. Das Zauberwort der Tuschmalerei heißt nōtan, tiefe und leichte Töne (Hell-Dunkel-Kontrast). Von dem sumi-e-Künstler wird er-wartet, dass er mit schwarzer Tusche den gleichen Reichtum an Tönen zu
    schaffen vermag wie mit bunten Farben. Ein bekanntes Meisterwort lautet: „Wenn man die schwarze Tusche geschickt behandelt, ergeben sich die fünf Farben fast von selbst“. – Der Kurs richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene und besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Es werden mit unterschiedlichen Materialien verschiedene Techniken erprobt. Die durchweg hochwertigen Materialien (japanische Tusche und ver-schiedene Japanpapiere) sowie zahlreiches Info- und Übungsmaterial  sind in den Materialkosten inbegriffen. Die Pinsel sind eine Leihgabe während des Kurses. – Margot Olejniczak studiert seit 2002 die Kunst des sumi-e, ist seit 2014 in Japan lizensierte Lehrerin für Tuschemalerei und hat für ihre Arbeiten, die außer in Polen und der Schweiz mehrfach in Japan ausgestellt waren, Kunstpreise des Tōkyō National Art Center und des Tōkyō Metropolitan Art Museum erhalten. Sie unterrichtet sumi-e in Polen und der Schweiz.

  • Vortrag: Traditionelle japanische Medizin – Kampō

    Vortrag: Traditionelle japanische Medizin – Kampō

    Vortrag: Traditionelle japanische Medizin – Kampō

    DI 3.7.
    Beginn: 18.30 Uhr

    EKO-Saal
    Eintritt frei!

    Dr. Kenny Kuchta (Klinik für Gastroenterologie und gastrointesti-nale Onkologie, Universitätsmedizin Göttingen)
    Der Begriff Kampō 漢方 bezeichnet die akademische Medizintradi-tion Japans, die im 6. bis 10. Jh. durch Import medizinischer Liter-atur und ausgebildeter Experten aus China und Korea begründet wurde, sich seit dieser Zeit jedoch unabhängig entwickelt hat. Heute übernimmt die japanische Krankenkasse die Kosten für 148 Kampō-Rezepturen. Viele dieser pflanzlichen Arzneimittel stellen auch für europäische Patienten interessante Therapieoptionen dar. So ist z.B. in Japan die Rezeptur Yokukansan 抑肝散 zur Therapie von ADHS zugelassen. Insbesondere in der Versorgung hochbetagter Patienten kommen die sogenannten „Unterstüt-zungsmittel“ (hozai 補剤) Jūzentaihoto 十全大補湯 und Hochūek-kito 補中益気湯 zum Einsatz. Leider ist Kampō in Europa noch weitgehend unbekannt.

  • Vortrag: Augenzeugenbericht: Der Tag, an dem ich „Atombombenopfer“ wurde

    Sa 11.8.
    Beginn: 15.30 Uhr

    EKO-Saal
    Eintritt frei!

    Michimasa HIRATA

    Am 6. August 1945 um 8.15 Uhr explodierte über Hiroshima die erste Atombombe. Nach dem Abwurf breitete sich am Himmel minutenlang der Atompilz aus. Die Landschaft unter dieser Wolke glich einer wahren Hölle. Ich war damals neun Jahre alt und befand mich zwei Kilometer vom Detonationszentrum entfernt. Darum möchte ich erzählen, was ich gehört und gesehen habe und wie schrecklich die Kernwaffen sind. Noch heute gibt es viele dieser teuflischen Waffen; ein Knopfdruck genügt, um sie zu zünden. Ich möchte Ihnen klarmachen, dass unsere schöne Erde aus irgendeinem Anlass in eine Mondlandschaft verwandelt werden könnte.

  • Vortrag: Als die Natur aus den Gärten Japans japanische Gärten machte

    Vortrag: Als die Natur aus den Gärten Japans japanische Gärten machte

    nature

    Do 15.11.
    Beginn: 19 Uhr

    EKO-Saal
    Eintritt frei!

    PD Dr. Christian Tagsold

    Japanische Gärten gelten gemeinhin als besonders gelungene Abbildungen der Natur. In ihnen werde das natürliche Vorbild besonders feinsinnig und künstlerisch nachgebildet, während Gärten und Parks im Westen die Beherrschung und Domestizierung der Natur zum Thema hätten.
    – Doch ganz so einfach ist die Sache nicht. Eigentlich sollten Gärten in Japan literarische oder religiöse Thematisierungen der Natur aufgreifen und gebildete Betrachter aus der aristokratischen Schicht mit diesen indirekten Anspielungen erfreuen. Erst in der Phase der Modernisierung des Landes im 19. Jh. wurde daraus dann ein vermeintlich direkter Verweis auf die Natur selbst. Da Gärten zu Symbolen des neuen Nationalstaates überhöht wurden und damit aus den vielfältigen Gärten in Japan die feste Kategorie „japanische Gärten“ wurde, sollten sie die besondere Naturnähe des gesamten japanischen Volkes demonstrieren. Das Verhältnis von Natur und Garten ist also komplex.
    (Foto: Reisfeld und Blumen im Koishikawa Kōrakuen in Tōkyō, © C. Tagsold)

  • Lektüre des Tannisho

    Lektüre des Tannisho

    shiran

    Fr 20.7., 10.8., 21.9., 12.10., 16.11. , 14.12.
    14.30 bis 17 Uhr
    Konferenzraum
    In japanischer Sprache

    Rev. Hisao Matsumaru, Rev. Hironobu Shoju

    Teilnahme kostenlos, Anmeldung nicht erforderlich
    Nur Teilnahme an der Schreibmediation (Shakyō) von 14.30 bis 15 Uhr ist auch möglich.
    Nicht japanische Muttersprachler sind auch willkommen!
  • Zazen 座禅 – Wochenende (Rinzai–Zen–Schule)

    Zazen 座禅 – Wochenende (Rinzai–Zen–Schule)

    Zazen–Wochenende (Rinzai–Zen–Schule)

    Fr–So, 30.11.–2.12
    Leitung: Senshō Kishida (Chōraku-ji)
    Gebühr: 80,00 €

    Vorbesprechung: Fr 18 Uhr
    Fr 18–20 Uhr, Sa 9–20 Uhr, So 9–18 Uhr

    Der Zen–Buddhismus hat im Gang seiner Geschichte eine beträchtliche Wirkung auf das japanische Denken und die japanische Geisteshaltung ausgeübt. Dieser Kurs unter der Leitung japanischer Rinzai–Mönche, den wir schon seit vielen Jahren nach japanischer Praxis durchführen, hat inzwischen nicht mehr nur Anfänger, sondern auch schon weiter Fortgeschrittene hervorgebracht. Nach wie vor sind jederzeit Anfänger ohne Vorkenntnisse willkommen.

    Zazen
    Zazen–Wochenende (Rinzai–Zen–Schule) 2014

  • Shin-buddhistische Einführungen 真宗講座

    "Shichi kōsō 七高僧 – Die sieben Patriarchen (1)"

    Sa 22.9., 15 Uhr (nach der Pāramitā-Zeremonie)
    Seminarraum
    Rev. Marc Nottelmann–Feil

    Unter den sieben Patriarchen versteht man die sieben wichtigsten Vordenker des Shin-Buddhismus, die Shinran Shōnin in seinen japanischen Hymnen (wasan 和讃) und anderen Texten in besonderer Weise hervorhebt. Diesmal soll es um den ersten Patriarchen, den Bodhisattva Nāgārjuna, gehen. Er ist der „Begründer der acht Schulen“ (hasshū no so 八宗の祖), d.h. alle Schulen des japanischen Buddhismus nennen ihn an erster Stelle. Im Westen ist er vor allem für seine Abhandlung über den Mittleren Weg bekannt. Die Shin-buddhistische Deutung setzt aber andere Akzente, die hier erklärt werden sollen.

  • Ikebana 生花

    Ikebana 生花

    Ikebana

    華道家元四十五世池坊専永公認
    Kinuyo Watanabe (Ikenobō Sōkatoku)

    Herbstkurs ※Der Herbstkurs fällt aus.

    Gebühr: 1 Lehreinheit 15,00 €(zzgl. Blumen 15,00 € je Einheit; beim „Freien Stecken“ zzgl. 30,00 €)
    Die Teilnahmegebühr überweisen Sie bitte auf folgendes Konto:

          EKO-Haus der Japanischen Kultur e.V.     
          BIC: DEUTDEDBDUE (Deutsche Bank PKG)     
          IBAN: DE92 3007 0024 0645 1033 00      
          Verwendungszweck: Ikebana

    Mit der Ikenobō–Schule beginnt die Geschichte des Ikebana. Besonders seit dem 16. Jh. sind die Regeln, Formen und Theorien dieser klassischen Tradition weitgehend festgelegt. Seither hat sich die Ikenobō–Schule ständig bemüht, an diesem Maßstab Schönheit in der Gestalt von Blumen, Zweigen und Blättern zu entfalten. Daraus entwickelte sich schließlich das heutige Ikebana mit seinem hohen künstlerischen Wert. Ausleihe von Blumen–Igel (kenzan) und Schere möglich. Möglichkeit zum Zertifikaterwerb.

    華道(池坊生花)

    Ikebana130516 4

  • Kolloquium: Klassiker buddhistischen Denkens

    Kolloquium: Klassiker buddhistischen Denkens

    Di 4.9., 2.10., 6.11., 4.12.
    Beginn 18.30 Uhr, Seminarraum
    Prof. Dr. Hisao Matsumaru, Marc Nottelmann–Feil M.A.

    koll

    Wie bisher wollen wir im Kolloquium auf das Verständnis großer buddhistischer Autoren wie Nāgārjuna, Xuanzang oder Dōgen hinarbeiten. Dazu vereinbaren wir Texte, über die in den nächsten Sitzungen gesprochen werden soll. Neuinteressenten sind jederzeit willkommen! Wer eine E-Mail-Adresse hinterlässt, bekommt die Texte im Voraus zugeschickt. Kenntnisse einer buddhistischen Originalsprache sind hilfreich, aber nicht unbedingt erforderlich. Weitere Auskunft unter 0211-577918-224 (Herr Nottelmann–Feil)

Kulturelle Veranstaltungen/Ausstellungen/Konzerte/Filme

  • Museumsfahrt: Im Japanfieber: Von Monet bis Manga

    Museumsfahrt: Im Japanfieber: Von Monet bis Manga

    モネから漫画へ

    Sa 1.9. Veranstaltung ausgebucht
    Dauer: ca. 9-19 Uhr
    Teilnahmegebühr: 45 €/Person (Bus, Schiff, Eintritt, Führung)
    arp museum / Bahnhof Rolandseck
    Leitung: Michael Kuhl M.A.

    Anmeldungen unter: kuhl@eko-haus.de. Zahlungen erst nach Erhalt der Buchungsbestätigung, mit der Sie weitere Angaben zum Verlauf erhalten. Die Teilnehmerzahl ist auf 24 Personen beschränkt.
    Anlässlich der Ausstellung „Im Japanfieber: Von Monet bis Manga“, die das arp museum  in Kooperation mit dem Musée des impressionismes Giverny zeigt, veranstaltet das EKŌ-Haus gemeinsam mit der Volksbühne Düsseldorf/Kultur am Rhein eine Museumsfahrt (Kombination Bus/Rhein-Schiff) mit Führung durch die Ausstellung. – Ausgehend von einer Sammlung japanischer Farbholzschnitte des impressionistischen Malers Claude Monet, die erstmals in einem größerem Umfang außerhalb Frankreichs gezeigt wird, untersucht der historische Ausstellungsteil den Einfluss dieser Kunst auf den Impressionismus seit den 1870er Jahren. Meisterwerke von Monet, Signac, Seurat, van Gogh und vielen anderen bekannten Künstlern sind Zeugen dieses kulturellen Austausches. Interieur-Darstellungen aus den Künstlerateliers von Vallotton bis Ensor belegen das „Japanfieber“ mit fernöstlichen Requisiten und sinnlichen Geisha-Modellen im Kimono. Besonders nachhaltig revolutionierte die japanische Kunst die europäische Naturbetrachtung. Gewagte Naturausschnitte, hohe Horizonte, überraschende Nahsichten bestimmten seitdem die gemalten westlichen Landschaften und Stillleben. – Dass der Japonismus keine Frage des 19. oder 20. Jhs. ist, eröffnet der zweite Teil der Ausstellung. Er zeigt, wie die kulturelle Inspiration Japans Be-standteil der westlichen visuellen Alltagskultur und damit Teil der globalisierten Populärkultur wie etwa Manga und Anime bis hin zu Cosplay ist.

    (Abb. links: Farbholzschnitt von Hiroshige, „Abendschauer über der großen Brücke in Atake“ [1857], rechts: van Goghs „Brücke im Regen“ [1887])

  • Museumsfahrt: Japanische Gärten in Deutschland

    Museumsfahrt: Japanische Gärten in Deutschland

    Rundgang durch die Ausstellung auf Schloss Benrath mit dem Kurator, PD Dr. Christian Tagsold

    ドイツにある日本庭園の歴史

    So 25.11.
    Beginn: 14 Uhr
    Schloss Benrath
    Gebühr (Eintritt und Führung): 15 €

    Anmeldungen unter: kuhl@eko-haus.de. Zahlungen erst nach Erhalt der Buchungsbestätigung, mit der Sie weitere Angaben zum Verlauf erhalten. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt.
    Die Ausstellung zeigt die Geschichte japanischer Gärten in Deutschland seit 1904 – als der erste Garten für die Große Kunst- und Gartenbauausstellung in Düsseldorf errichtet wurde. Gärten wurden im ausgehenden 19. Jh. ein Symbol für den japanischen Nationalstaat. Die Präsentation von Gärten auf internationalen Ausstellungen und die begeisterte Reaktion des westlichen Publikums führte dazu, dass sich dieses nationale Symbol konstituierte – und immer weiter verfestigte. Die Geschichte japanischer Gärten in Deutschland ist Teil dieser Entwicklung. – Anfangs wurden japanische Gärten im Rahmen von  großen Ausstellungen und durch private Mäzene angelegt, später auf Fachausstellungen wie den Bundesgartenschauen oder motiviert durch Städtepartnerschaften. Die Gärten erfahren mit der Zeit eine stilistische Wandlung: Vom Wandelgarten mit Pflanzen und auch Blumen hin zum reduktionistischen sogenannten Zen-Garten (eine weitere Erfindung). Schließlich zeigt die Ausstellung, dass die Gärten so sehr zu einem klar umrissenen Symbol geworden sind, dass man in anderen Kontexten wie in der Werbung auf sie zugreifen kann.
    (Foto oben: Postkarte des Teehauses im japanischen Garten der Düsseldorfer Ausstellung 1904 (aus der Sammlung C. Tagsold))

  • Gartenfest 庭園祭

    Gartenfest 庭園祭

    庭園祭

    Sa 15.9., 15–18 Uhr
    Eintritt: 6,00 €, Schüler/Stud. 4,00 €, Einlass ab 14.30 Uhr
    Teesalon: 15.30 und 16.30 Uhr (jeweils 10 €)

    In spätsommerlicher Atmosphäre führen wir auch in diesem Jahr wieder unser Garten– und Nachbarschaftsfest durch. Wir erwarten erneut viele hochkarätige Künstler, die in allen Teilen des Gartens auftreten werden. Daneben wird im alten japanischen Gästehaus ein Teesalon seine Tore öffnen (für den Zutritt hierzu besteht eine Socken-Pflicht!) – An diesem Tag ist keine Besichtigung des Tempels und des japanischen Gästehauses möglich!

    Bühnenprogramm:
    Taiko 太鼓–Trommeln der Gruppe Wadōkyō, Düsseldorf
    Kinderchor des EKŌ–Kindergartens 
    Koto 琴–Gruppe, Leitung: Frau Makiko Gotō
    Nihon Buyō 日本舞踊: Tomokinu Hanayagi und ihre Gruppe
    ※Nihon Buyō 日本舞踊 wird leider ausfallen. Wir sind um Ersatz bemüht.
    Wagaku Miyabi 和楽雅; Tomoko Schmidt (Koto), Yuko Kojima-Bauer (Flöte), Yoshiko Hara (Trommel)
    Ninjutsu-Vorführung der SV Art of Movement Wuppertal e.V.,
    Leitung: Helmut Klaus

    Auf dem Gelände sind japanische Imbisse zu kleinen Preisen erhältlich.

  • Ausstellung: Manga-Ausstellung: Popkultur trifft traditionelle Kultur

    Ausstellung: Manga-Ausstellung: Popkultur trifft traditionelle Kultur

    展示会:漫画コンテスト展示会

    Do–So 5.7.–12.8.
    Foyer
    Preisverleihung: Donnerstag, 5.7., ab 18 Uhr.
    Eine Veranstaltung der DoKomi in Kooperation mit Takagi Books & More

    Japanische Popkultur bedeutet für viele, meist Jugendliche, eine erste Berührung mit Japan und öffnet die Tore für Interesse, Begeisterung und Verständnis am Land und seinen Menschen. Je mehr sie sich mit Japan beschäftigen, desto mehr werden sie auch mit der traditionellen japanischen Kultur in Berührung kommen. Im Manga-Wettbewerb zum Japan-Tag 2018 greifen wir das Zusammentreffen von traditioneller und populärer Kultur aus Japan auf. Während des Japan-Tages wurden zu diesem Thema wieder Hunderte Comicstrips gezeichnet. Die besten Beiträge werden prämiert und im EKŌ-Haus zur Preisverleihung am 5. Juli ausgestellt.
    (Foto: „Balance“ [DoKomi 2014 Zeichenwettbewerb, 1. Platz; Künstlerin: citro])

  • Filmvorführung

    Filmvorführung

    Einritt frei!
    Filme auf Japanisch mit deutschen Untertiteln. Die Filmausliehe geschieht in Kooperation mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln.

    „Die Jenseitigen [Ijintachi to no natsu 異人たちとの夏] “

    異人たちとの夏

    Sa 14.07., 15 Uhr, Kyōsei–Saal
    Regie: ŌBAYASHI Nobuhiko, 1988

    Eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Ta’ichi YAMADA. – Der 40-jährige Drehbuchautor Hideo HARADA begibt sich eines Tages in Tōkyōs Stadtteil Asakusa, wo er seine Kindheit verlebte. Dort trifft er seine Eltern, die allerdings, als er zwölf Jahre alt war, ums Leben gekommen waren. Die Freude ist groß, und er besucht sie häufig. Zugleich beginnt er eine Liebesbeziehung mit Fujino KATSURA, die ihm die Besuche bei seinen Eltern verbietet, weil Begegnungen mit Jenseitigen den Körper auf den Tod schwächen würden. Unter Tränen verabschiedet er sich von den Eltern, deren Gestalten sich bei der Trennung auflösen. Dennoch verfällt Hideos Körper weiter, denn auch KATSURA ist eine Jenseitige. Sie hatte ein Leben voller Kränkungen geführt, Selbstmord begangen und sich in ihren ungestillten Nöten nun auf HARADA gestürzt. Durch den Beistand eines Freundes gelingt ihm schließlich die Befreiung von ihr.

    „Hotel Hibiskus [Hoteru Haibisukasu ホテル・ハイビスカス]“

    ホテル・ハイビスカス

    1.9, 15 Uhr Kyōsei–Saal
    Regie: NAKAE Yūji, 2002)

    Familie NAKASONE betreibt das gemütliche, aber etwas herunter-gekommene Hotel Hibiskus. Ihre Mitglieder verkörpern die bewegte Geschichte des nach dem Krieg besetzten Okinawa: Kenji, der Bruder der neunjährigen Mieko, hat einen afroamerikanischen Vater, und der Erzeuger ihrer Schwester Sachiko ist ein weißer Amerikaner. Gemeinsam meistern sie die Hürden des Alltags. Doch als Sachiko in die USA aufbricht und Kenji nach Tōkyō geht, bricht das vertraute Gefüge auseinander, und auch Mieko begibt sich auf eine Reise zu sich selbst.

    „Das Familiengeheimnis [Hikinige famirī ひき逃げファミリー]“

    ひき逃げファミリー

    6.10, 15 Uhr Kyōsei–Saal
    Regie: MIZUTANI Toshiyuki, 1992

    Eine Filmsatire, die das moderne japanische Familienleben mit viel schwarzem Humor einer scharfen Analyse unterzieht. – Ein Familienvater vertuscht auf Zureden seiner Frau eine Unfallflucht mit tödlichem Ausgang, um die ohnehin schwer angeschlagene Familie nicht noch weiter zu gefährden: Die Tochter hat ein Verhältnis mit einem Verheirateten, der Sohn wird in der Schule schikaniert und schwänzt den Unterricht, mit dem senilen Großvater ist immer schwerer umzugehen. Durch den Einsatz der Ehefrau bessert sich das Familienleben wieder. Das erregt den Argwohn einer Nachbarin, die der Familie den Mord am Großvater nachredet. Der Vater stellt sich schließlich der Polizei, erfährt aber, dass er am Tod des Unfallopfers gar nicht schuld war. Bei der Heimkehr ist die Nachbarin von der Familie gefangen genommen worden, im Kampf mit ihr bricht im Haus Feuer aus. Yoko und der Großvater machen das zuvor zerlegte Auto wieder fahrbereit, und man sieht die ganze Familie vereint im Auto davonfahren.

  • Teezeremonien 茶会

    Teezeremonien 茶会

    Teezeremonien 茶会

    Termine
    Sa 28.07., 25.08., 13.10., 17.11., 01.12.
    *Alle Termine für dieses Halbjahr sind ausgebucht.
    Beginn jeweils um 13:30h, 14:30h, 15:30h

    Urasenke Tankōkai Düsseldorf
    Gebühr: 10,00 € / Person
    Veranstaltungsort: Teehaus im Hauptgebäude

    Sadō 茶道, der "Teeweg", mit seinem Herzstück, der Teezeremonie, zählt zu den geidō 芸道, den "Kunst–Wegen" japanischer Kultur. Ihre chinesischen Vorbilder sind seit dem 15. Jh. in mehreren Schulen Japans umgeformt worden, bis sie schließlich in der Prägung durch den berühmten Teemeister Sen–no Rikyū (1522–1591) eine kanonische Gestalt erhielten, die bis heute ausgeübt wird.
    Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

    Bitte beachten Sie:

    • Schriftliche Anmeldung (E–Mail, Fax, Post) unbedingt erforderlich!
    • Die Gebühr ist erst zu überweisen, nachdem eine schriftliche Bestätigung des EKŌ–Hauses eingegangen ist. Unverlangt eingegangene Überweisungen werden nicht zurück überwiesen.
    • Überweisung der Teilnahmegebühr spätestens zwei Wochen nach Eingang der Bestätigung, ansonsten wird die Anmeldung automatisch storniert! Bankverbindung siehe unten.
    • Kein verspäteter Einlass nach Beginn der Veranstaltung möglich.
    • Eintrittskarten sind mit Datum, Uhrzeit und Nummer versehen. Es bestehen keine Tausch–, Warte– und Nachrückmöglichkeiten am Veranstaltungstag!
    • Bei Absagen weniger als eine Woche vor Kursbeginn besteht kein Anspruch auf Rückzahlung der Gebühr.

Kursprogramm

  • WORKSHOP: Sumi-e – Maltechniken des Tuschebildes

    WORKSHOP: Sumi-e – Maltechniken des Tuschebildes

    WORKSHOP: Sumi-e – Maltechniken des Tuschebildes

    Margot Olejniczak

    Sa 3.11.: 13–16.15 Uhr, So 4.11.: 10–16 Uhr
    Seminarraum
    Minimale Teilnehmerzahl: 7 P., max.: 12 P.
    Kursgebühr: € 125; zzgl. Materialkosten € 55
    Anmeldeschluss: 18.9.

    Sumi-e (Zeichnung mit schwarzer Tusche auf Papier) kommt ursprünglich aus China. Diese Malweise erfordert eine hochgradige Beherrschung des Materials: Jeder Pinselstrich ist unwiderruflich. Das Zauberwort der Tuschmalerei heißt nōtan, tiefe und leichte Töne (Hell-Dunkel-Kontrast). Von dem sumi-e-Künstler wird er-wartet, dass er mit schwarzer Tusche den gleichen Reichtum an Tönen zu
    schaffen vermag wie mit bunten Farben. Ein bekanntes Meisterwort lautet: „Wenn man die schwarze Tusche geschickt behandelt, ergeben sich die fünf Farben fast von selbst“. – Der Kurs richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene und besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Es werden mit unterschiedlichen Materialien verschiedene Techniken erprobt. Die durchweg hochwertigen Materialien (japanische Tusche und ver-schiedene Japanpapiere) sowie zahlreiches Info- und Übungsmaterial  sind in den Materialkosten inbegriffen. Die Pinsel sind eine Leihgabe während des Kurses. – Margot Olejniczak studiert seit 2002 die Kunst des sumi-e, ist seit 2014 in Japan lizensierte Lehrerin für Tuschemalerei und hat für ihre Arbeiten, die außer in Polen und der Schweiz mehrfach in Japan ausgestellt waren, Kunstpreise des Tōkyō National Art Center und des Tōkyō Metropolitan Art Museum erhalten. Sie unterrichtet sumi-e in Polen und der Schweiz.

  • Ikebana 生花

    Ikebana 生花

    Ikebana

    華道家元四十五世池坊専永公認
    Kinuyo Watanabe (Ikenobō Sōkatoku)

    Herbstkurs ※Der Herbstkurs fällt aus.

    Gebühr: 1 Lehreinheit 15,00 €(zzgl. Blumen 15,00 € je Einheit; beim „Freien Stecken“ zzgl. 30,00 €)
    Die Teilnahmegebühr überweisen Sie bitte auf folgendes Konto:

          EKO-Haus der Japanischen Kultur e.V.     
          BIC: DEUTDEDBDUE (Deutsche Bank PKG)     
          IBAN: DE92 3007 0024 0645 1033 00      
          Verwendungszweck: Ikebana

    Mit der Ikenobō–Schule beginnt die Geschichte des Ikebana. Besonders seit dem 16. Jh. sind die Regeln, Formen und Theorien dieser klassischen Tradition weitgehend festgelegt. Seither hat sich die Ikenobō–Schule ständig bemüht, an diesem Maßstab Schönheit in der Gestalt von Blumen, Zweigen und Blättern zu entfalten. Daraus entwickelte sich schließlich das heutige Ikebana mit seinem hohen künstlerischen Wert. Ausleihe von Blumen–Igel (kenzan) und Schere möglich. Möglichkeit zum Zertifikaterwerb.

    華道(池坊生花)

    Ikebana130516 4

  • Koto-Musik 筝曲

    Koto-Musik 筝曲

    Koto-Musik 筝曲

    Makiko Gotō

    Sommer

    Donnerstagskurs 12.7., 23.8., 13.9.
    Samstagskurs 14.7., 25.8., 8.9.

    Herbst

    Donnerstagkurs 11.10., 8.11., 6.12
    Samstagskurs 13.10., 10.11., 1.12.


    Unterrichtszeit: Do 10.00–19.00 Uhr, Sa 13.30-16.30 Uhr, darin flexibel 1 Stunde individueller Unterricht
    vormittags: Anfänger, nachmittags: Fortgeschrittene

    Gebühr: 60,00 € (3 Sitzungen)
    Es kann zwischen den Donnerstags- und Samstagskursen gewählt werden. Bei Teilnahme an beiden Kursen beträgt die Geühr 120,00 €.
    Die Teilnahmegebühr überweisen Sie bitte auf fogendes Konto:
         
          EKO-Haus der Japanischen Kultur e.V.     
          BIC: DEUTDEDBDUE (Deutsche Bank PKG)     
          IBAN: DE92 3007 0024 0645 1033 00      
          Verwendungszweck: Koto

    Koto-Musik 筝曲

    Die Koto, eine Wölbbrettzither mit 13 Saiten, ist während der Nara–Zeit (710–793) als Instrument der Hofmusik (gagaku) aus China nach Japan eingeführt worden. Besonders seit der Edo–Zeit (1603–1868) hat sie auch Einzug in bürgerliche Häuser gehalten. Unter den verschiedenen Schulen ist die von Yatsuhashi Kengyō (1614– 1684) begründete Yatsuhashi–ryū eine der wichtigsten. Ihm wird u.a. die Komposition des klassischsten aller Koto–Stücke, des „Rokudan no Shirabe“, zugeschrieben. Unter den heute noch lehrenden Schulen gehören die Ikuta–ryū und die Yamada–ryū zu den bekanntesten. In ihnen wird die Koto oft mit anderen Instrumenten, wie etwa der Shamisen und der Shakuhachi, im Zusammenspiel eingesetzt. Verschiedene Komponisten der Moderne und der Gegenwart haben mit großem Engagement neue Musik gerade für die Koto hervorgebracht.

  • Kalligraphie Kurs

    Kalligraphie Kurs

    Shodō – Kalligraphie 書道

    Rie Wada

    Jeweils Mi 29.8., 5.9., 19.–26.9., 10.10., 31.10.–12.12.
    (kein Unterricht am 12.9., 18.10 und 25.10)
    207–SH1: 15.00–16.30 Uhr
    207–SH2: 16.30–18.00 Uhr
    207–SH3: 18.00–19.30 Uhr
    (12 Sitzungen: 180,00 €, zuzgl. Materialkosten nach Verbrauch)

    Die Teilnahegebühr überweisen Sie bitte auf folgendes Konto:

          EKO-Haus der Japanischen Kultur e.V.     
          BIC: DEUTDEDBDUE (Deutsche Bank PKG)     
          IBAN: DE92 3007 0024 0645 1033 00      
          Verwendungszweck: Kalligraphie

    Der Begriff der japanischen Kalligraphie bedeutet mehr als nur genaues, dekoratives Schönschreiben. Shodō, „Weg der Schrift“, ist in Japan eine hoch angesehene Kunstform. Dabei schult man zugleich seine Konzentrationsfähigkeit, bündelt die innewohnenden Kräfte und bringt sie nach entsprechender innerer Sammlung durch die Niederschrift der Zeichen sichtbar zum Ausdruck. Shodō erfolgt daher normalerweise in erholsamer, meditativer Stille, in der man sich ausschließlich der schöpferischen Gestaltung des jeweiligen Zeichens oder Schriftzuges widmet. – Im Unterricht wird der Umgang mit Pinsel und Tusche mit original asiatischem Material gelehrt. Neben der Technik der kalligraphischen Kunst werden Aufbau und Bedeutung der unterschiedlichen Schriften (kanji, katakana, hiragana) und Schriftarten (kaisho, gyōsho, sōsho, kana) vermittelt. – Zum Unterricht gehört auch die Herstellung des persönlichen Siegels, des individuellen Stempels aus weichem Stein, mit dem die eigene Kalligraphie signiert wird. – Schließlich gehört die Technik des urauchi 裏打ち, das Aufleimen des dünnen, welligen Japanpapiers auf einen stabilen weißen Untergrund, zum Unterricht, damit jeder Kursteilnehmer seine Kalligraphie auch zu Hause aufhängen kann.

    Wada Portrait

  • Japanischer Tanz 日本舞踊

    Japanischer Tanz 日本舞踊

    Japanischer Tanz

    Tomokinu Hanayagi
    (Kinuyo Watanabe)


    Herbstkurs: ※Der Herbstkurs fällt aus.

    Unterrichtszeit wird ca. eine Woche vorher angegeben.

    Kinder, Schüler: 80,00 € / Erwachsene: 130,00 € / Natori: 200,00 €
    Bei zwei Teilnehmern pro Familie Preisnachlass: 5,00 € pro Person.

    Die Teilnahmegebühr überweisen Sie bitte auf fogendes Konto:

          EKO-Haus der Japanischen Kultur e.V.     
          BIC: DEUTDEDBDUE (Deutsche Bank PKG)     
          IBAN: DE92 3007 0024 0645 1033 00      
          Verwendungszweck: Tanz

    Der Ursprung des japanischen Tanzes liegt in dem Shintō-Tanz Kagura und wurde schon in der japanischen Mythologie beschrieben. Im 7. Jh. geriet er unter chinesischen Einfluss und entwickelte verschiedene Stile, so z.B. im Bugaku, Nō und Kabuki usw. Im japanischen Tanz gibt es viele langsame, rhythmisch drehende Bewegungen, die einen eleganten Eindruck vermitteln. Durch verschiedene feine Bewegungsformen werden sowohl Gefühle als auch Naturerscheinungen (Landschaften, Jahreszeiten) zum Ausdruck gebracht. Die renommierte Tänzerin Tomokinu Hanayagi hat den japanischen Tanz oftmals sowohl in Japan als auch in Deutschland sehr erfolgreich aufgeführt. Die Hanayagi–Schule tritt durch ihre enge Beziehung zum Kabuki–Theater und ihr prachtvolles Bühnenbild besonders hervor.

Wissenschaftliche Veranstaltungen

  • Vortrag: Traditionelle japanische Medizin – Kampō

    Vortrag: Traditionelle japanische Medizin – Kampō

    Vortrag: Traditionelle japanische Medizin – Kampō

    DI 3.7.
    Beginn: 18.30 Uhr

    EKO-Saal
    Eintritt frei!

    Dr. Kenny Kuchta (Klinik für Gastroenterologie und gastrointesti-nale Onkologie, Universitätsmedizin Göttingen)
    Der Begriff Kampō 漢方 bezeichnet die akademische Medizintradi-tion Japans, die im 6. bis 10. Jh. durch Import medizinischer Liter-atur und ausgebildeter Experten aus China und Korea begründet wurde, sich seit dieser Zeit jedoch unabhängig entwickelt hat. Heute übernimmt die japanische Krankenkasse die Kosten für 148 Kampō-Rezepturen. Viele dieser pflanzlichen Arzneimittel stellen auch für europäische Patienten interessante Therapieoptionen dar. So ist z.B. in Japan die Rezeptur Yokukansan 抑肝散 zur Therapie von ADHS zugelassen. Insbesondere in der Versorgung hochbetagter Patienten kommen die sogenannten „Unterstüt-zungsmittel“ (hozai 補剤) Jūzentaihoto 十全大補湯 und Hochūek-kito 補中益気湯 zum Einsatz. Leider ist Kampō in Europa noch weitgehend unbekannt.

  • Vortrag: Augenzeugenbericht: Der Tag, an dem ich „Atombombenopfer“ wurde

    Sa 11.8.
    Beginn: 15.30 Uhr

    EKO-Saal
    Eintritt frei!

    Michimasa HIRATA

    Am 6. August 1945 um 8.15 Uhr explodierte über Hiroshima die erste Atombombe. Nach dem Abwurf breitete sich am Himmel minutenlang der Atompilz aus. Die Landschaft unter dieser Wolke glich einer wahren Hölle. Ich war damals neun Jahre alt und befand mich zwei Kilometer vom Detonationszentrum entfernt. Darum möchte ich erzählen, was ich gehört und gesehen habe und wie schrecklich die Kernwaffen sind. Noch heute gibt es viele dieser teuflischen Waffen; ein Knopfdruck genügt, um sie zu zünden. Ich möchte Ihnen klarmachen, dass unsere schöne Erde aus irgendeinem Anlass in eine Mondlandschaft verwandelt werden könnte.

  • Vortrag: Als die Natur aus den Gärten Japans japanische Gärten machte

    Vortrag: Als die Natur aus den Gärten Japans japanische Gärten machte

    nature

    Do 15.11.
    Beginn: 19 Uhr

    EKO-Saal
    Eintritt frei!

    PD Dr. Christian Tagsold

    Japanische Gärten gelten gemeinhin als besonders gelungene Abbildungen der Natur. In ihnen werde das natürliche Vorbild besonders feinsinnig und künstlerisch nachgebildet, während Gärten und Parks im Westen die Beherrschung und Domestizierung der Natur zum Thema hätten.
    – Doch ganz so einfach ist die Sache nicht. Eigentlich sollten Gärten in Japan literarische oder religiöse Thematisierungen der Natur aufgreifen und gebildete Betrachter aus der aristokratischen Schicht mit diesen indirekten Anspielungen erfreuen. Erst in der Phase der Modernisierung des Landes im 19. Jh. wurde daraus dann ein vermeintlich direkter Verweis auf die Natur selbst. Da Gärten zu Symbolen des neuen Nationalstaates überhöht wurden und damit aus den vielfältigen Gärten in Japan die feste Kategorie „japanische Gärten“ wurde, sollten sie die besondere Naturnähe des gesamten japanischen Volkes demonstrieren. Das Verhältnis von Natur und Garten ist also komplex.
    (Foto: Reisfeld und Blumen im Koishikawa Kōrakuen in Tōkyō, © C. Tagsold)

  • Kolloquium: Klassiker buddhistischen Denkens

    Kolloquium: Klassiker buddhistischen Denkens

    Di 4.9., 2.10., 6.11., 4.12.
    Beginn 18.30 Uhr, Seminarraum
    Prof. Dr. Hisao Matsumaru, Marc Nottelmann–Feil M.A.

    koll

    Wie bisher wollen wir im Kolloquium auf das Verständnis großer buddhistischer Autoren wie Nāgārjuna, Xuanzang oder Dōgen hinarbeiten. Dazu vereinbaren wir Texte, über die in den nächsten Sitzungen gesprochen werden soll. Neuinteressenten sind jederzeit willkommen! Wer eine E-Mail-Adresse hinterlässt, bekommt die Texte im Voraus zugeschickt. Kenntnisse einer buddhistischen Originalsprache sind hilfreich, aber nicht unbedingt erforderlich. Weitere Auskunft unter 0211-577918-224 (Herr Nottelmann–Feil)

  • SYMPOSION: „Pratyaya/yuán/en 縁 (,Bedingtheitʼ) und sein Unterschied zur abendländischen Kausalitätsidee“

    SYMPOSION: „Pratyaya/yuán/en 縁 (,Bedingtheitʼ) und sein Unterschied zur abendländischen Kausalitätsidee“

    foto symposium

    Neuer Termin: Do–So 28.–31.03.2019

    Anfragen bei Dr. habil. Hermann–Josef Röllicke,
    Tel.: 0211–577918-214, Email: roellicke@eko-haus.de

    Der Buddhismus hat auch die ostasiatischen Kulturen tief in den Gedanken eingeübt, dass die Geschehnisse der Welt neben den hetu (Jap.: in 因), „Ursachen“, durch pratyaya (Jap.: en縁), „Bedingtheiten“, „Beziehungen“, geprägt werden. Damit scheint ein markanter Unterschied zwischen diesem Denken und demjenigen der abendländischen Metaphysik der Prinzipien und causae vorzuliegen. Letztere hat sich besonders in der neuzeitlichen Wissenschaft auf das determinierte Ganze einer Welt zugespitzt, die zusehends nur noch als „Wirkungs-Kausalität“ gedacht wird. Sie befördert die durch die Technik ermöglichte Produzierbarkeit von Waren und Geräten, den vielschichtigen Funktionalismus von Effektivität und Effizienz mit zwingender, rechnender Endgültigkeit, dient damit aber nicht der unendlich offenen Angewiesenheit der Wesen aufeinander und ihrer Bedürftigkeit. Eine aus pratyaya gedeutete Welt weiß um das Vorläufige, Hinfällige, Provisorische und spornt zu einer Übung an, die das Leiden erkennt und seine Heilung ermöglicht. Der ratio-Bestimmtheit wird eine solche Welt aus Bedingtheiten oft kaum anders denn als ein Spiel aus Irrationalitäten erscheinen, als sei das Unberechenbare, zu dem zumal das Göttliche und Mythische gehört, Unvernunft. Aber gerade dies zeigt den Weg zum Erwachen, während ein kausallogisch denkender Mensch auf kausallogische Weise von Buddhaschaft unberührt bleibt.

  • Lektüre: GRUNDTEXTE DES BUDDHISMUS: Einführung in Basisschriften der Yogācāra-Schule – die Yogācārabhumi

    Do 6.9., 20.9., 11.10., 22.11.,13.12.
    18.15–21 Uhr (mit halbstündiger Pause) | Kyōsei–Saal
    Dr. habil. Hermann–Josef Röllicke
    (Um kontinuierliche und regelmäßige Teilnahme wird gebeten!)

    Der Name „Yogācāra“ bedeutet „Meisterschaft des Yoga“. Häufig wird „Yoga“ im hier gedachten Sinn mit „geistige Übung“ übersetzt. Damit wird betont, dass es sich nicht nur um die Beschreibung von virtuosen Tiefenerfahrungen in der Versenkungsübung, sondern auch um das philosophisch lehrende Entwerfen und Reflektieren darüber handelt. – Yogācāra ist u.a. als eine Intervention gegen die Madhyamaka-Schule und deren Deutung der „Leerheit“ hervorgetreten. Es hat spezifische Veränderungen durchgemacht, die in einer späteren Phase zu der Doktrin führten, alle Dinge seien „nur Kennen“ (vijñaptimātra, Chin./Jap.: weishi/yuishiki 唯識): eine Kernaussage des Yogācāra-Vijñānavāda. Dies ist, anders als im Madhyamaka, mit einer ausdrücklichen Bestätigung der „Seins“-Dimension des „Kennens“ und einer affirmativen „Seins“-Deutung überhaupt verbunden. – In unserer Lektüre wollen wir uns langsam und einführend mit dem monumentalen Hauptwerk der Schule bekannt machen, den Stufen der Yoga-Meisterschaft [Yogācāra-bhumi].

Buddhistische Veranstaltungen

  • Lektüre des Tannisho

    Lektüre des Tannisho

    shiran

    Fr 20.7., 10.8., 21.9., 12.10., 16.11. , 14.12.
    14.30 bis 17 Uhr
    Konferenzraum
    In japanischer Sprache

    Rev. Hisao Matsumaru, Rev. Hironobu Shoju

    Teilnahme kostenlos, Anmeldung nicht erforderlich
    Nur Teilnahme an der Schreibmediation (Shakyō) von 14.30 bis 15 Uhr ist auch möglich.
    Nicht japanische Muttersprachler sind auch willkommen!
  • Zazen 座禅 – Wochenende (Rinzai–Zen–Schule)

    Zazen 座禅 – Wochenende (Rinzai–Zen–Schule)

    Zazen–Wochenende (Rinzai–Zen–Schule)

    Fr–So, 30.11.–2.12
    Leitung: Senshō Kishida (Chōraku-ji)
    Gebühr: 80,00 €

    Vorbesprechung: Fr 18 Uhr
    Fr 18–20 Uhr, Sa 9–20 Uhr, So 9–18 Uhr

    Der Zen–Buddhismus hat im Gang seiner Geschichte eine beträchtliche Wirkung auf das japanische Denken und die japanische Geisteshaltung ausgeübt. Dieser Kurs unter der Leitung japanischer Rinzai–Mönche, den wir schon seit vielen Jahren nach japanischer Praxis durchführen, hat inzwischen nicht mehr nur Anfänger, sondern auch schon weiter Fortgeschrittene hervorgebracht. Nach wie vor sind jederzeit Anfänger ohne Vorkenntnisse willkommen.

    Zazen
    Zazen–Wochenende (Rinzai–Zen–Schule) 2014

  • Shin-buddhistische Einführungen 真宗講座

    "Shichi kōsō 七高僧 – Die sieben Patriarchen (1)"

    Sa 22.9., 15 Uhr (nach der Pāramitā-Zeremonie)
    Seminarraum
    Rev. Marc Nottelmann–Feil

    Unter den sieben Patriarchen versteht man die sieben wichtigsten Vordenker des Shin-Buddhismus, die Shinran Shōnin in seinen japanischen Hymnen (wasan 和讃) und anderen Texten in besonderer Weise hervorhebt. Diesmal soll es um den ersten Patriarchen, den Bodhisattva Nāgārjuna, gehen. Er ist der „Begründer der acht Schulen“ (hasshū no so 八宗の祖), d.h. alle Schulen des japanischen Buddhismus nennen ihn an erster Stelle. Im Westen ist er vor allem für seine Abhandlung über den Mittleren Weg bekannt. Die Shin-buddhistische Deutung setzt aber andere Akzente, die hier erklärt werden sollen.

  • Seminar der EKŌ-Gemeinschaft der Europäischen Shin-Buddhisten

    Seminar der EKŌ-Gemeinschaft der Europäischen Shin-Buddhisten

    hoonko 1

    Fr–So 23.–25.11., Beginn: Fr 23.11., 14 Uhr
    Seminarraum
    Prof. emer. Toshikazu Arai (Sōai University, Ōsaka)

    “Nembutsu, Shinjin, and Birth in the Pure Land”

    In this transient world, we can never be sure that we will meet again in the future. Therefore, in this seminar, I will focus on the core issue of Jōdoshin-shū as given in the title. – It has been taught that we attain birth in the Pure Land through shinjin (faith, entrusting heart). Since shinjin is the heart of Amida Buddha transplanted in us, having shinjin means we are already embraced by the Buddha. There is no doubt about it. – However, shinjin has no fixed form. It is not a tangible thing, nor can we fabricate it through our efforts. The harder we chase shinjin, the more it will run away from us. On the other hand, the nembutsu means pronouncing the Name of Amida Buddha. The Name, Namo Amida Butsu, is a form of Amida’s wisdom and compassion that has been given us as the last refuge of us sentient beings from birth-and-death. Therefore, saying the nembutsu represents our taking refuge in Amida’s compassion and, at the same time, the fulfillment of Amida’s vow to save nembutsu practicers into the Pure Land. – Then what is the Pure Land? What does it mean to be born in the Pure Land?

    Der Eintritt für die Vorträge ist frei. Wer auch an den gemeinsamen Essen teilnehmen möchte, wird gebeten, eine Tagespauschale zu entrichten (Abend 23.11. für Büfett: 15,00 €, Mittag 24.11. für O-bento: 8,00 €)

Weitere Veranstaltungen