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Lektüre: Vimalakīrtinirdeśa

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Foto: Darstellung Vimalakīrtis aus Dunhuang, 8. Jh.

Do 19.1., 9.2., 23.2., 16.3., 6.4., 27.4., 18.5., 8.6., 29.6.
Dr. habil. Hermann–Josef Röllicke.
18.15–21 Uhr (mit halbstündiger Pause) 
Kyōsei–Saal

Das Vimalakīrtinirdeśa, Die Belehrung durch Vimalakīrti, ragt aus mehreren Gründen aus allen übrigen Mahāyāna-sūtren heraus: Hier belehrt nicht der Buddha, sondern ein Laie und Reicher die Bodhisattvas, weshalb die Schrift gerade unter Laien-Buddhisten besonders beliebt wurde; es ist eine Erzählung mit viel hintergründigem Witz und Schalkhaftigkeiten; das Sūtra hat eine wohlorganisierte dramatische Erzählkurve mit einem genau bedachten „plot“. Gerade in Japan hat es viel Zuspruch gefunden. Prinz Shōtoku wird ein Kommentar darüber zugeschrieben. – Die ältesten erhaltenen Texte sind drei chinesische Übersetzungen (ab dem frühen 3. Jh.), es folgen zwei tibetische. Ein Sanskrit-Manuskript (datiert 11.–13. Jh.) wurde 1999 von japanischen Forschern der Taishō-Universität im Potala-Palast in Lhasa aufgefunden. Ein soghdisches Manuskript liegt im Britischen Museum London. – Es gibt eine Vielzahl von Übersetzungen in westliche Sprachen. Wir setzen bei der 2005 neu edierten deutschen Übertragung Jakob Fischers aus dem Jahre 1943 an und ziehen im Gespräch besonders die chinesischen Texte und deren Kommentare gegenprüfend mit ein.

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