Wissenschaftliche Veranstaltungen

Vortrag: Vom Haiku zum Selfie: Die Gärten Kyōtos und der Wandel der Wahrnehmung

im Rahmen der Ausstellungseröffnung „Die Gärten Kyōtos“

Vortrag:  Vom Haiku zum Selfie: Die Gärten Kyōtos und der Wandel der Wahrnehmung

DI 29.5.18
Beginn 19 Uhr

EKO-Saal
Eintritt frei!

Prof. Dr. Christian Tagsold (HHU Düsseldorf)

Kyōto ist für seine Gärten berühmt – die bekanntesten unter ihnen sind Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Historisches Kyōto“ und haben damit eine globale Strahlkraft entwickelt. Doch die Bedeutung und Funktion dieser Gärten hat sich ähnlich wie ihre grundlegende Ästhetik immer wieder gewandelt und erneuert. Vor hunderten Jahren dienten sie vor allem einer kleinen aristokratischen Oberschicht als Bühne für die Inszenierung ihrer Kultur. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Gärten Kyōtos als authentischer Ausdruck einer besonderen japanischen Ästhetik verstanden. Gleichzeitig entstand ein neuer oft als „naturalistisch“ bezeichneter Stil für Gärten von Industriellen und Politikern, die hier einen modernen Repräsentationsanspruch auslebten. Heute sind die Gärten Anziehungspunkte für touristische Massen, welche wieder völlig andere Vorstellungen und Ansprüche mit ihnen verbinden. Die Gärten wandeln sich also nicht nur durch die Jahreszeiten hinweg, sondern ebenso durch die Jahrhunderte.

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