Kulturelle Veranstaltungen

Ausstellung: Ex Libris – Kalenderblätter der Jahre 2006–2018 der Japanischen Exlibris-Gesellschaft

Aus der Sammlung Klaus Stiebeling (Wuppertal)

展示会:書票

Mo 31.12.2018 und Di–Sa 8.1.–24.2.2019
(Die Ausstellung begleitet die Silvesterveranstaltung am 31.12.18)
Foyer
Im Jahre 2007 wurde im Museum für Ostasiatische Kunst Köln erstmalig eine retrospektive Ausstellung japanischer Exlibris für die Mitglieder der Nippon Exlibris Association (N.E.A.) gezeigt. Der Besitzer der Sammlung, Klaus Stiebeling, der von 1965 bis 1995 in Japan gelebt hat und seit Anfang der 70er Mitglied dieser Gesellschaft ist, zeigt 156 Exlibris, die ab 2006 an die Mitglieder ausgegeben wurden. Anlässlich des 150-jährigen Bestehens diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Japan im Jahre 2011 schuf der japanische Künstler Yoshiaki Hara ein persönliches Exlibris für K. Stiebeling, das für den Monat Oktober 2012 im Kalender erschien (Foto). In der Darstellung deutet sich eine zweite Sammelleidenschaft von Stiebeling an: das Gingkoblatt. – Die Sitte, den Besitz an einem Buch in Form einer künstlerisch gestalteten Graphik im Vorsatz zu vermerken, ist in Deutschland seit über 500 Jahren bekannt. In Japan dagegen war die übliche Form, das Eigentum an einem Buch zu kennzeichnen, schon immer der Abdruck eines Siegels (zōsho-in), wie es heute noch üblich ist. Trotzdem scheint das Exlibris in Japan ebenfalls eine gewisse Tradition zu haben, wenn auch nur einige wenige frühe Beispiele bekannt sind. Das erste Exlibris soll aus der Zeit von etwa 1470 stammen und trägt eine Inschrift, die die Wertschätzung von Büchern in jener Zeit widerspiegelt: „Dies Buch zu stehlen, verschließt die Tore des Himmels, und es zu zerstören, öffnet die Tore der Hölle. Jeder, der dieses Buch ohne Erlaubnis nimmt, wird von allen Gottheiten Japans bestraft werden!“

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