Kulturelle Veranstaltungen

Filmvorführung

Einritt frei!
Filme auf Japanisch mit deutschen Untertiteln. Die Filmausliehe geschiet in Kooperation mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln.

film lebensbande

"Lebensbande"

Sa, 4.2., 15 Uhr, Kyōsei–Saal
Regie: Nigishi Kichitarō (1998)

Ise Takaaki, Direktor einer Handelsfirma, Geldwäscher für die Mafia und Besitzer schwarzen, verheimlichten Kapitals, hat vor vielen Jahren seinen Vater umgebracht, weil der die Mutter gequält und zum Selbstmord getrieben hatte. Der Mord blieb unaufgeklärt. Ise hat seitens der Mutter eine Halbschwester, die eine berühmte Geigerin geworden ist. Nun wird mit derselben Waffe ein Journalist getötet, der im Begriff ist, Ises Familienbeziehungen aufzuklären. Verdächtigt werden Chikako, Hostess in einer Bar auf der Ginza und Freundin des Journalisten, und Shinji, Betreiber eines japanischen Restaurants in Tōkyō und guter Freund Ises und Chikakos. Alle drei sind ehemalige Waisen. Ise will die Freunde schützen, plant einen Mordanschlag auf einen Verbrecher, um den ermittelnden Polizeikommissar von dem Fall abzulenken, und will danach Selbstmord begehen. Bei der Tat wird er aber selbst schwer verletzt und stirbt. Sein Todesopfer verhindert schließlich einen Skandal um seine Halbschwester. – Thema des Films ist weniger die Kriminalhandlung als die Psychologie des Freundesopfers Ises und dessen Anerkennung.

 

film betteln

"Betteln um Liebe"

Sa, 4.3., 15 Uhr, Kyōsei–Saal
Regie: Hirayama Hideyuki (1998)

Das Filmdrama spielt in den 50er und 70er Jahren des 20. Jhs. in Tōkyō. Yamaoka Terue, eine Frau Mitte 30, kann die Erinnerung an die Misshandlungen, die sie in ihrer Kindheit durch ihre Mutter Toyoko erfahren hat, nicht vergessen. Nach dem Tod des Vaters lebte sie einige Zeit in einem Kinderheim, dann wieder bei der flatterhaften Mutter und mit zwei wechselnden Stiefvätern. Als sie nach der Mittelschule wirtschaftlich selbstständig wird, sich von ihrer Mutter trennt, selbst eine Tochter bekommt, aber ebenfalls früh verwitwet, sucht sie auf mühsamen Wegen nach der verschollenen Asche ihres Vaters. Durch ihre eigene Tochter, Migusa, lernt sie verstehen, dass sie aber in Wahrheit auf der Suche nach ihrer Mutter ist. Sie findet sie wieder, spricht mit ihr in aller Distanziertheit und gewinnt schließlich Ruhe von ihren Leiden. – Das Drama stellt die Bande zwischen Eltern und Kindern nach Beendigung der Kindheit in Frage. Der Film wurde vom Erziehungsministerium besonders empfohlen und gewann bei den 22. Filmfestspielen in Montreal einen Preis.

 

film augenichts

"Herr Taugenichts"

Sa, 10.6., 15 Uhr, Kyōsei–Saal
Regie: Takenaka Naoto (1991)

Der Film erzählt die Geschichte des früheren Manga-Zeichners Sukezo, der diese Arbeit aufgegeben hat, weil er sich ihrer kommerziellen Ausbeutung durch die zugehörige Industrie nicht mehr unterwerfen will. Nun sammelt er besessen Steine mit feinen Zeichnungen und eröffnet mit ihnen ein bescheidenes, aber schon bald scheiterndes Ladengeschäft am Ufer des Tamagawa-Flusses in Tōkyō. Alle Versuche, damit erfolgreicher zu werden, schlagen fehl. Als er in der Not doch wieder bereit ist, Mangas zu zeichnen, gefällt den Herausgebern ihr gewachsener Ernst nicht; sie lehnen ab. Die Familie gerät in Gefahr, auseinander zu brechen. Aber die Ereignisse nehmen eine freundliche Wendung – auch ohne Steine. – Der Film ist die Geschichte eines Mannes, der auf keinen grünen Zweig kommt, und eine Parabel über die Gefahr, dem Druck und dem allgegenwärtigen Zwang der wettbewerbsorientierten japanischen Gegenwartsgesellschaft nicht mehr widerstehen zu können.

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