Tempelgarten

Der japanische Garten

Der Garten, dessen Prozessionsweg nach dem Tor zunächst an einem Reinigungsbecken vorbeiführt, gehört zum Typus der 'Reine-Land-Gärten'. Er ist also schon selbst Ort rituellen Geschehens. Hier ist er als Trockengarten angelegt: Wasserfall, Flußlauf, Teich und Uferbänke sind 'trocken' nur mit Steinen dargestellt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Wasserbereich zu besonderen Anlässen zu fluten.

Gegenüber dem Bergtor auf der anderen Seite des Gartens steht auf einem Felsblock unter einem Pavillon eine Plastik des Prinzen Shōtoku (Shōtoku Taishi, 574-622), die der bedeutende zeitgenössische Bildhauer Wakei Nagaoka im Jahre 2002 dem EKŌ-Haus gestiftet hat. Zur Regierungszeit Shōtokus kam der Buddhismus nach Japan, und dieser Fürst hat in vielen Belangen wesentlich zu seiner Verbreitung beigetragen.

Der japanische Garten

Die schwere Bronzeglocke im Glockenturm wird eine Stunde vor den großen Festen zehn Mal mit je einminütigem Abstand geschlagen. Am letzten Tag des Jahres wird auf ihr das Joya-no kane ausgeführt. 108 Mal wird sie, ebenfalls mit je einminütigem Ausklang, angeschlagen, um damit die 108 Grundleiden des Menschen fortzuschicken und verwehen zu lassen. An der Westseite des Tempels liegt eine Gedächtnisstätte für die Toten, die nach Shin-buddhistischem Ritual bestattet wurden. Die Inschrift in chinesischen Schriftzeichen liest sich in japanischer Aussprache: "Kue issho": "Alle versammeln sich an einem einzigen Ort."

Das herausragende Bauwerk des Gebäudekomplexes ist der Tempel. Das Erdgeschoss der Haupthalle ist dem Jōdo-shin-Tempel in Utsunomiya (nördlich von Tōkyō) nachgebaut.

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